Auf der Zugspitze beim Deutschen Wetterdienst 26.09.2008

An diesem Tag ging es auf die 2962 m hohe Zugspitze. Unten im Tal, in Garmisch - Partenkirchen (705m), waren es ca.
8-9 °C bei leichtem Sprühregen. Von hier aus ging es mit der Bayrischen Zugspitzbahn/Zahnradbahn weiter zum Eibsee (1000 m). Ab dieser Station ging es steil nach oben. In der Höhe Riffelriss (1640 m), kurz vor dem Tunnel, fing es an zu schneien. Leider konnte ich die Schneefallgrenze nicht weiter beobachten, da es dann sofort in den Tunnel ging. Erst als ich aus dem Tunnel heraus kam und aus der Zahnradbahn ausstieg, bemerkte ich, dass es schon spürbar kälter war. Schneefall und schlechte Sichtverhältnisse herrschten auf der Sonnalpinstation .Von dieser Station aus ging es ca. 350 Höhenmeter mit der Gletscherbahn nach oben. Dort oben angekommen, versperrten mir Nebel und Wolken mit Sichtweite unter 100 m die Aussicht. Nicht einmal das Gipfelkreuz konnte man erkennen. Während der Mittagszeit herrschten Temperaturen um
-6,2 °C mit einer Schneedecke von 38cm. Mit einer Schneefallgrenze von ca. 1800 m über NN vielen in der Nacht auf Freitag ca. 28 cm Neuschnee. Diese Angaben stammten vom Deutschen Wetterdienst auf der Zugspitze, den ich natürlich besucht habe. Hier habe ich mich ca. eine Stunde aufgehalten, über die Geschichte der Wetterwarte informiert und Fragen über den Alltag gestellt. Leider wurde die Wetterwarte zu diesem Zeitpunkt renoviert wie man es auf den nachfolgenden Bildern erkennen kann. Somit konnte ich die Messgeräte, die auf dem Dach installiert sind nicht anschauen, da kein Geländer vorhanden war. Trotzdem hatte ich mich darüber sehr gefreut die Wetterwarte besuchen zu dürfen.

Nach 3,5 Stunden Aufenthalt auf der Zugspitze und immer noch Nebel fuhr ich mit der Eibseeseilbahn wieder zum Tal. Von unten aus gesehen, konnte man erkennen, dass die Wolkenuntergrenze im Vergleich zum Vormittag deutlich angestiegen ist. Ein paar Stunden später hätte sich die Zugspitze von unten aus gezeigt. Aber ich war an einen Bus gebunden und musste somit um 17 Uhr das Zugspitzgebiet verlassen. Hier noch ein paar Informationen über die einzelnen Messwerte und Beobachtungen die hier vorgenommen werden:

Augenbeobachtung:

Sicht
Wolkenart und Höhen der Wolkenuntergrenze sowie Bedeckungsgrad
Wetter(z.B. Schnee, Regen, Nebel, usw.)

Messung durch Messsensorik

Luftdruck
Temperatur
Luftfeuchtigkeit
Windrichtung und -geschwindigkeit
Niederschlag
Schneehöhe
Sonnenscheindauer
Trübung
Globalstrahlung
Radioaktivität in der Luft

Wetterrekorde auf der Zugspitze

höchste Temperatur
17,9 °C
am 05.07.1957
niedrigste Temperatur*
- 35,6 °C
am 14.02.1940
höchster Luftdruck
726,3 hPa
am 27.06.1935
niedrigster Luftdruck
665,9 hPa
am 26.02.1989
längste Sonnenscheindauer
16,2 Std.
mehrmals
größte Schneehöhe*
830,0 cm
am 02.04.1944
größte Neuschneehöhe*
150,0 cm
am 24.03.2004
größte Niederschlagshöhe (24 Std.)
133,9 mm
am 21.05.1999
stärkste Windspitze*
335,0 km/h
am 12.06.1985

*Jeweils Deutschlandrekord! Datenquelle: Deutscher Wetterdienst DWD

Weitere Informationen bekommen Sie unter diesem Link des Deutschen Wetterdienst:
Informationen der Wetterwarte Zugspitze